Video- und Brettspiele, Tischtennis, Modellbau, Filme, Fotografie.... so viele Hobbies und nur so wenig Zeit.
Freitag, 31. August 2012
Plants vs. Zombies
Gibt es nur heute umsonst. Und zwar für Android. Dazu muss man sich den Amazon App Store der seit gestern auf Deutsch verfügbar ist installieren. Jeden Tag gibt es eine App kostenfrei, heute ist das Kongeniale Tower Defense Spiel für lau zu haben.
Langeweile auf der Arbeit? Das muss nicht sein.
Bildet Euch fort. Erfahrt etwas über die Anfänge der Computerspiele unter:
http://atari.com/arcade#!/arcade/centipede
Montag, 27. August 2012
Alternativangebot für die Piraten
Bein nochmaligen durchlesen meines Piraten Partei Posts kam mir da noch so eine Idee...
Statt einem garantierten, bedingungslosen Grundeinkommen von 1000€, wie wäre es stattdessen mit einer garantierten, bedingungslosen Grundarbeit für 1000€?
Alle Menschen arbeiten pro Monat für den Wert von 1000€ kostenfrei für den Staat. Und zwar bedingungslos im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Kenntnisse.
Man stelle sich nur einmal die Möglichkeiten vor. Der Staat könnte sich von den Top Managern der Wirtschaft beraten lassen. Die IT Fachkräfte würden sich solche Dinge wie Staatstrojaner mal vorher ansehen. Gärtner würden die öffentlichen Plätze begrünen. Architekten selbige schön planen. Öffentliche Einrichtungen könnten mit mehr als nur den minimalsten Mitteln gebaut werden. Das hätte natürlich den Effekt, dass der Staat selber etwas weniger in die Wirtschaft investiert, doch dafür würden die Steuern gesenkt.
Aber das wäre sicher kein Plan für Herrn Ponader, denn da könnte kaum einer seine Selbstinszenierung gebrauchen sondern er müsste "richtig" arbeiten - und das will er sich doch nicht antun.
Statt einem garantierten, bedingungslosen Grundeinkommen von 1000€, wie wäre es stattdessen mit einer garantierten, bedingungslosen Grundarbeit für 1000€?
Alle Menschen arbeiten pro Monat für den Wert von 1000€ kostenfrei für den Staat. Und zwar bedingungslos im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Kenntnisse.
Man stelle sich nur einmal die Möglichkeiten vor. Der Staat könnte sich von den Top Managern der Wirtschaft beraten lassen. Die IT Fachkräfte würden sich solche Dinge wie Staatstrojaner mal vorher ansehen. Gärtner würden die öffentlichen Plätze begrünen. Architekten selbige schön planen. Öffentliche Einrichtungen könnten mit mehr als nur den minimalsten Mitteln gebaut werden. Das hätte natürlich den Effekt, dass der Staat selber etwas weniger in die Wirtschaft investiert, doch dafür würden die Steuern gesenkt.
Aber das wäre sicher kein Plan für Herrn Ponader, denn da könnte kaum einer seine Selbstinszenierung gebrauchen sondern er müsste "richtig" arbeiten - und das will er sich doch nicht antun.
Donnerstag, 23. August 2012
Rechnen für Milchmädchen
Ubisoft heult wie immer darüber, dass auf dem PC so viel raubkopiert wird. Deshalb müsse jetzt alles Free to Play werden, dann würden nämlich die Einnahmen stimmen. Sie sagen dass auf dem PC 93-95% Raubkopiert wird.
Ich möchte mal wissen von welchen Kaffeesatz die solche Zahlen ablesen.
Ein gutes PC Spiel (Wie etwa Assassins Creed 2) kann sich 3 Mio mal verkaufen.
Das wären dann 60 Mio Raubkopien.
Das mag sogar einigermaßen realistisch sein ABER: von denen würde das Spiel wenn es nicht als Raubkopie verfügbar wäre doch nur ein Bruchteil kaufen.
Wenn man sich einmal die Verkaufszahlen von Diablo 3 ansieht (bei dem ich mal unterstelle, dass die Anzahl der Raubkopien relativ gering ist) dann kommt so ein Spiel selten über 10-20 Mio Exemplare. WoW hat auch nur 10 Millionen Abonnenten. Das einzige Spiel, das sich über 20 Millionen Mal verkaufen ließ war die Sims.
Ich möchte mal wissen von welchen Kaffeesatz die solche Zahlen ablesen.
Ein gutes PC Spiel (Wie etwa Assassins Creed 2) kann sich 3 Mio mal verkaufen.
Das wären dann 60 Mio Raubkopien.
Das mag sogar einigermaßen realistisch sein ABER: von denen würde das Spiel wenn es nicht als Raubkopie verfügbar wäre doch nur ein Bruchteil kaufen.
Wenn man sich einmal die Verkaufszahlen von Diablo 3 ansieht (bei dem ich mal unterstelle, dass die Anzahl der Raubkopien relativ gering ist) dann kommt so ein Spiel selten über 10-20 Mio Exemplare. WoW hat auch nur 10 Millionen Abonnenten. Das einzige Spiel, das sich über 20 Millionen Mal verkaufen ließ war die Sims.
Mittwoch, 22. August 2012
Leb wohl Psygnosis
Heute hat Sony Computer Entertainment sein Studio in Liverpool geschlossen.
Dieses Studio in Liverpool wurde 1993 von Sony übernommen und hieß ursprünglich Psygnosis welches 1984 gegründet wurde.
Psygnosis zählt damit den den Urgesteinen der Computerspiele.
Der erste große Erfolg stellte sich mit Shadow of the Beast ein, das '89 für den Amiga erschien und ausgezeichnete Grafik hatte.
Psygnosis erarbeitet sich zu dieser Zeit dann auch genau den Ruf Grafikmeister zu sein, die hin und wieder auch etwas Spiel hinter der Grafik hatten.
Psygnosis zeichnete sich unter anderem für das heftig umstrittene und in Deutschland indizierte Spiel Barbarian verantwortlich bei dem man in einem Duell dem Gegner den Kopf abschlagen konnte - das fand die BPjM nicht witzig...
Den größten Erfolg hatte Psygnosis jedoch mit einem eher einfachen aber fesselnden Spiel: Lemmings.
Als die CD-ROM aufkam war Psygnosis einer der ersten Entwickler der auf dieses Medium setzte und das zahlte sich letztlich aus, denn Sony brauchte in diesem Bereich für ihre neue Konsole, die Playstation, mehr Entwickler. So kam es dass Psygnosis für 48 Mio Dollar gekauft und zu Sony Liverpool wurde und für Spiele verantwortlich war wie Derstruction Derby und Whipeout.
Da geht eine Legende dahin...
Dieses Studio in Liverpool wurde 1993 von Sony übernommen und hieß ursprünglich Psygnosis welches 1984 gegründet wurde.
Psygnosis zählt damit den den Urgesteinen der Computerspiele.
Der erste große Erfolg stellte sich mit Shadow of the Beast ein, das '89 für den Amiga erschien und ausgezeichnete Grafik hatte.
Psygnosis erarbeitet sich zu dieser Zeit dann auch genau den Ruf Grafikmeister zu sein, die hin und wieder auch etwas Spiel hinter der Grafik hatten.
Psygnosis zeichnete sich unter anderem für das heftig umstrittene und in Deutschland indizierte Spiel Barbarian verantwortlich bei dem man in einem Duell dem Gegner den Kopf abschlagen konnte - das fand die BPjM nicht witzig...
Den größten Erfolg hatte Psygnosis jedoch mit einem eher einfachen aber fesselnden Spiel: Lemmings.
Als die CD-ROM aufkam war Psygnosis einer der ersten Entwickler der auf dieses Medium setzte und das zahlte sich letztlich aus, denn Sony brauchte in diesem Bereich für ihre neue Konsole, die Playstation, mehr Entwickler. So kam es dass Psygnosis für 48 Mio Dollar gekauft und zu Sony Liverpool wurde und für Spiele verantwortlich war wie Derstruction Derby und Whipeout.
Da geht eine Legende dahin...
Was für ein Titel
Was ist denn das für ein News Titel: "Rabbi Metzger optimistisch in Beschneidungs-Frage" (stammt aus dem RSS Feed von MSN). WTF!?!
Handelt sich aber lediglich um den Oberrabbiner Yona Metzger.
Die Debatte um ein "Recht" zur Beschneidung ist dabei für mich eine sehr unschöne. Denn ich finde, dass das Kölner Landgericht die einzig richtige Entscheidung getroffen hat. Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Hier wäre eine Regelung ähnlich dem Schwangerschaftsabbruch (rechtswidrig aber bis zur 14. Woche ohne Strafverfolgung) das einzig akzeptable.
Wenn die jüdische Gemeinschaft so sicher ist, dass alle Beschnittenen das gut finden, dann klagt ohnehin niemand.
Das Recht auf körperliche Unversehrtheit für eine Religion aufzuheben - auch in geringem Umfang - darf einfach nicht sein. Ich möchte nur mal andenken, dass sonst jemand auf die Idee kommen könnte die Strafen des alten Testamentes als Religionsausübung anzusehen.
Hier mal ein paar Beispiele:
Homosexualität -> Todesstrafe (Lev 20,13)
Gotteslästerung -> Todesstrafe (2. Mos 20:7 und 3. Mos 24:13-16)
Vorgetäuschte Jungfräulichkeit - > Todesstrafe (5. Mos 22:20-21)
Auflehnung gegen die Eltern -> Todesstrafe (2. Mos 21:15,17)
Lügen -> so bestrafen wie die Lüge gewirkt hätte, wenn der Lügner nicht ertappt worden wäre (5. Mos 19:18-19)
Alles andere -> Auge um Auge (3. Mos 24:19-20)
"Was machst du da?" - "Ich übe meine Religion aus, ich verscharre meine Kinder im Garten. Sie haben mir widersprochen und mich angelogen."
Nachtrag:
Jetzt hat ein Arzt einen Rabbiner wegen Körperverletzung angezeigt weil dieser Beschneidungen ohne Betäubung an nicht sterilen Orten ohne ausreichende medizinische Kenntnis durchführt.
Der Rabbiner spricht davon, dass die Anzeige Antisemitisch sei und es kein Gesetz gebe, das die Beschneidung verbiete.
Es ist unglaublich wie ignorant Leute sein könne. Zum einen ist "Antisemitismus" kein Argument. Vertreter jüdischer Volksgruppen nutzen es jedoch ständig als solches. Bringt man Argumente oder nimmt man eine Handlung gegen ein Mitglied der jüdischen Gemeinschaft vor, dann ist das Gegenargument grundsätzlich man ist Antisemit. Es scheint nicht möglich in einen vernünftigen Diskurs mit solchen Leuten eintreten zu können ohne verleumdet zu werden.
Zweites gibt es ein solches Gesetz, welches das Karlsruher Landgericht bestätigt hat. Obwohl in Umfragen die Mehrheit der Deutschen gegen ein Gesetz ist, das Beschneidungen legalisiert würde dieses Gesetz eine angemessene Betäubung und Einhaltung ärztlicher Standards vorsehen.
Der Rabbiner kündigte an unverändert weiter Beschneidungen vorzunehmen.
Handelt sich aber lediglich um den Oberrabbiner Yona Metzger.
Die Debatte um ein "Recht" zur Beschneidung ist dabei für mich eine sehr unschöne. Denn ich finde, dass das Kölner Landgericht die einzig richtige Entscheidung getroffen hat. Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Hier wäre eine Regelung ähnlich dem Schwangerschaftsabbruch (rechtswidrig aber bis zur 14. Woche ohne Strafverfolgung) das einzig akzeptable.
Wenn die jüdische Gemeinschaft so sicher ist, dass alle Beschnittenen das gut finden, dann klagt ohnehin niemand.
Das Recht auf körperliche Unversehrtheit für eine Religion aufzuheben - auch in geringem Umfang - darf einfach nicht sein. Ich möchte nur mal andenken, dass sonst jemand auf die Idee kommen könnte die Strafen des alten Testamentes als Religionsausübung anzusehen.
Hier mal ein paar Beispiele:
Homosexualität -> Todesstrafe (Lev 20,13)
Gotteslästerung -> Todesstrafe (2. Mos 20:7 und 3. Mos 24:13-16)
Vorgetäuschte Jungfräulichkeit - > Todesstrafe (5. Mos 22:20-21)
Auflehnung gegen die Eltern -> Todesstrafe (2. Mos 21:15,17)
Lügen -> so bestrafen wie die Lüge gewirkt hätte, wenn der Lügner nicht ertappt worden wäre (5. Mos 19:18-19)
Alles andere -> Auge um Auge (3. Mos 24:19-20)
"Was machst du da?" - "Ich übe meine Religion aus, ich verscharre meine Kinder im Garten. Sie haben mir widersprochen und mich angelogen."
Nachtrag:
Jetzt hat ein Arzt einen Rabbiner wegen Körperverletzung angezeigt weil dieser Beschneidungen ohne Betäubung an nicht sterilen Orten ohne ausreichende medizinische Kenntnis durchführt.
Der Rabbiner spricht davon, dass die Anzeige Antisemitisch sei und es kein Gesetz gebe, das die Beschneidung verbiete.
Es ist unglaublich wie ignorant Leute sein könne. Zum einen ist "Antisemitismus" kein Argument. Vertreter jüdischer Volksgruppen nutzen es jedoch ständig als solches. Bringt man Argumente oder nimmt man eine Handlung gegen ein Mitglied der jüdischen Gemeinschaft vor, dann ist das Gegenargument grundsätzlich man ist Antisemit. Es scheint nicht möglich in einen vernünftigen Diskurs mit solchen Leuten eintreten zu können ohne verleumdet zu werden.
Zweites gibt es ein solches Gesetz, welches das Karlsruher Landgericht bestätigt hat. Obwohl in Umfragen die Mehrheit der Deutschen gegen ein Gesetz ist, das Beschneidungen legalisiert würde dieses Gesetz eine angemessene Betäubung und Einhaltung ärztlicher Standards vorsehen.
Der Rabbiner kündigte an unverändert weiter Beschneidungen vorzunehmen.
Dienstag, 21. August 2012
Die Piratenpartei
Der Kurs der Piratenpartei nimmt für mich bedenklich Schlagseite.
Johannes Ponader seines Zeichens Politischer Geschäftsführer hat von Arbeit und Einkommen so seine ganz eigene Vorstellung.
Ponader ist ein überaus intelligenter Mann, der nicht nur sein Abitur mit 1,0 abgeschlossen hat sondern auch verschiedenste Studienwege eingeschlagen und mit einem Begabtenstipendium unterstützt wurde.
Ponader hat nur trotz seiner unbestrittenen Intelligenz einen unglaublich netten sozialen Charakterzug. Er möchte nur das arbeiten, was er selbst für geeignet hält.
Rein technisch gesehen hat er nämlich bisher keine Anstellung gehabt. Laut eigener Aussage ist er freischaffender Pädagoge, Schauspieler und Theaterpädagoge. Allerdings ohne Anstellung. Angestellt ist er mehr oder weniger beim Staat und zwar bei der Agentur für Arbeit von der er Harz IV erhält.
Seine Freizeit nutzte er in den letzten Jahren um verschiedene Theaterstücke zu inszenieren, vor allem aber sich selbst. Also eigentlich macht er nur das, was ihm Spaß macht, aufkommen für seinen Lebenswandel müssen andere. Er nennt das glaube ich künstlerisches Wirken, ganz egal ob jemand seine Kunst haben will oder nicht. Seit einiger Zeit hat er eine neue Bühne für sein Wirken gefunden, die Piratenpartei für die er ehrenamtlich arbeitet. Mit etwa 70 Wochenstunden. Nun im öffentlichen Fokus stehend, kam dieser Lebensumstand ans Tageslicht und die BA kritisierte, dass das ALG II nicht für die Finanzierung der Hobbies von Herrn Ponader gedacht sei.
Dieser wiederum sah sich ungerecht vom sozialen System behandelt, nur weil er sich für Politik engagiere. Er kündigte an, dass er zukünftig auf Sozialleistungen verzichten wolle.
Jetzt hat er dafür ein Modell gefunden: Crowdfunding. Jawohl richtig gelesen: Crowdfunding. Das ist doch das Ding wo Leute Computerspiele und sowas finanzieren. Ja, und jetzt auch noch Herrn Ponader. Der möchte nämlich über Crowdfunding ein Gehalt beziehen. Also andere Arbeiten für Geld und geben ihm dann ihr Geld, damit er ehrenamtlich die Piratenpartei führen kann. Das ganze soll total transparent sein und er will das Geld auch zur Hälfte der Partei spenden, sollte er aus anderen Quellen sein Einkommen decken können. Nun wenn man sich das anschaut, dann ist das wohl möglich, denn allein im letzten Juli hatte Ponader ein Einkommen von 2556,- € aus Honorararbeit. Naja allzuviel musste er nicht tun, er hat an drei Terminen seine Meinung kund getan, 9 Tage Pädagogisch und 6 Tage in der IT gearbeitet. Was auch immer das nun für Tätigkeiten gewesen sein mögen. Ich frage mich ob er der Agentur für Arbeit auch Geld zurückgezahlt hat. Wehe er hat's gespendet, denn für die Piratenpartei zahle ich sicherlich nicht in die Arbeitslosenversicherung ein...
Wie dem auch sei, die Aktion findet irgendwie nicht jeder gut. Zunächst mal die eigene Partei, die in einem offenen Brief kritisierte, dass Ponader sich persönliche Privilegien etablieren wolle und lieber von der Partei eine Aufwandsentschädigung erhalten solle, die er aber selbst als Politischer Geschäftsführer einleiten müsse.
Anonymous hat Ponader und damit der Piratenpartei ebenfalls die Freundschaft gekündigt. Diese bezeichneten Ponader als Arbeitsunwillig aus Bequemlichkeit und führten an, dass er mit solchen Aktionen die Arbeit anderer Piraten zunichte mache.
Klingt jetzt irgendwie nach einem überzogenen Konflikt einiger Leute, die sich einfach nicht riechen können. Ponader ist in erster Linie einmal ein Selbstdarsteller. Ihm geht es darum das umzusetzen, was er selbst will. Wenn man ihm dafür kein Gehalt zahlt, dann muss sich eben das System ändern. Deshalb ist er auch ein großer Verfechter des Bedingungslosen Grundeinkommens.
Ponader und das Grundeinkommen, das übrigens Parteiprogramm ist, sind aber auch gefährlich.
Die Piratenpartei ist zur Zeit eine Art Modepartei. Es ist Chic Pirat zu sein und die Großen Parteien das Fürchten zu lehren. Dass die Piratenpartei kein richtiges Konzept hat wird dabei zwar immer mal erwähnt aber scheint den Meisten nicht wichtig zu sein. Wenn man aber etwas am Goldlack kratzt kommen einige rostige Stellen zum Vorschein. Ein Programm haben sie mittlerweile. Wie gesagt Bedingungsloses Grundeinkommen ist ein Teil davon. Das Konzept ist nicht neu, es sagt, dass jeder Bürger Geld vom Staat bekommt. Immer und unter allen Umständen. Dafür fallen Sozialleistungen weg.
Die Piratenpartei hat dabei kein Konzept wie das umzusetzen wäre - das hat ja bisher noch nie jemand gehabt, denn so oft dieses Modell bereits diskutiert wurde, konnte es noch nie eingeführt werden. Einer der größten Kritikpunkte an der ganzen Geschichte ist nämlich immer: wo soll das Geld her kommen um jedem Bürger ein Grundeinkommen zu sichern und wie kann der Kreislauf des Geldes gesichert werden. Denn wenn man einmal ein wirklich gesichertes Grundeinkommen hat (Ponader nennt in dem Zusammenhang 1000,-€), dann ist zu befürchten dass es eine Explosion der Erwerbslosen gibt. Fakt bleibt bei jedem Modell, dass zunächst Arbeitsleistung von 1000€ von irgendjemandem erbracht werden müssen, bevor sie ein anderer erhalten kann. Aus dem nichts entsteht nun mal auch nichts.
Solche Modelle werden extrem selten von Volks- oder Betriebswirten erdacht oder befürwortet. Überhaupt ein gutes Stichwort, denn Betriebs- und Volkswirtschaft ist ohnehin nicht so das Ding der Piraten. Dafür kann die Piratenpartei unheimlich gut 7331 sprechen - eine Art Internet Slang den man kaum versteht - wie man in Talkshows erfahren hat. Außerdem möchte sie gerne das Urheberrecht reformieren. Allerdings in einer Art und Weise, die daran zweifeln lässt, dass mit Einführung dieses Systems noch ein professioneller Künstler sein Werk in Deutschland veröffentlichen möchte. Wollen sie auf der einen Seite lange etablierte Modelle übe den Haufen werfen, was an manchen Stellen sicherlich gut ist, so zwingen sie doch aber auf der anderen Seite allen ihre neuen Verkaufsmodelle auf.
Die Piratenpartei scheint die Maxime zu verfolgen ein umgekehrtes 1984 zu erreichen. Nur keine Überwachung, keine Einschränkung und alles allen zugänglich machen.
Es ist richtig, dass die etablierten deutschen Parteien einen hohen Nachholbedarf haben, was Internet, neue Medien und zukunftsorientierte Technologien angeht. Es ist aber auch eine Tatsache, dass die Piratenpartein außer auf diesen Gebieten selbst einen immensen Nachholbedarf hat. Vor allem wenn - überspitzt gesagt - in ihrer Führung ein Arbeitsfauler sitzt, der sich selbst ein Grundeinkommen sichern will, für das andere Aufkommen. Wenn die Piratenpartei nicht in der Lage ist aus ihren Parteifinanzen die eigene Parteiführung zu finanzieren sondern diese sich quasi noch vom Staat bezahlen lässt, dann hat sie den Ruf einer Hobbypartei bestehend aus Harz IV Empfängern wirklich verdient. Bliebe dann nur zu hoffen, dass die Partei auch wieder aus der Mode kommt.
Es ist wahrlich nicht alles schlecht, was die Piraten anstreben. Doch man darf nicht einfach "nur dagegen" sein und muss vor allem ihre Führung und das Programm kritisch betrachten.
Johannes Ponader seines Zeichens Politischer Geschäftsführer hat von Arbeit und Einkommen so seine ganz eigene Vorstellung.
Ponader ist ein überaus intelligenter Mann, der nicht nur sein Abitur mit 1,0 abgeschlossen hat sondern auch verschiedenste Studienwege eingeschlagen und mit einem Begabtenstipendium unterstützt wurde.
Ponader hat nur trotz seiner unbestrittenen Intelligenz einen unglaublich netten sozialen Charakterzug. Er möchte nur das arbeiten, was er selbst für geeignet hält.
Rein technisch gesehen hat er nämlich bisher keine Anstellung gehabt. Laut eigener Aussage ist er freischaffender Pädagoge, Schauspieler und Theaterpädagoge. Allerdings ohne Anstellung. Angestellt ist er mehr oder weniger beim Staat und zwar bei der Agentur für Arbeit von der er Harz IV erhält.
Seine Freizeit nutzte er in den letzten Jahren um verschiedene Theaterstücke zu inszenieren, vor allem aber sich selbst. Also eigentlich macht er nur das, was ihm Spaß macht, aufkommen für seinen Lebenswandel müssen andere. Er nennt das glaube ich künstlerisches Wirken, ganz egal ob jemand seine Kunst haben will oder nicht. Seit einiger Zeit hat er eine neue Bühne für sein Wirken gefunden, die Piratenpartei für die er ehrenamtlich arbeitet. Mit etwa 70 Wochenstunden. Nun im öffentlichen Fokus stehend, kam dieser Lebensumstand ans Tageslicht und die BA kritisierte, dass das ALG II nicht für die Finanzierung der Hobbies von Herrn Ponader gedacht sei.
Dieser wiederum sah sich ungerecht vom sozialen System behandelt, nur weil er sich für Politik engagiere. Er kündigte an, dass er zukünftig auf Sozialleistungen verzichten wolle.
Jetzt hat er dafür ein Modell gefunden: Crowdfunding. Jawohl richtig gelesen: Crowdfunding. Das ist doch das Ding wo Leute Computerspiele und sowas finanzieren. Ja, und jetzt auch noch Herrn Ponader. Der möchte nämlich über Crowdfunding ein Gehalt beziehen. Also andere Arbeiten für Geld und geben ihm dann ihr Geld, damit er ehrenamtlich die Piratenpartei führen kann. Das ganze soll total transparent sein und er will das Geld auch zur Hälfte der Partei spenden, sollte er aus anderen Quellen sein Einkommen decken können. Nun wenn man sich das anschaut, dann ist das wohl möglich, denn allein im letzten Juli hatte Ponader ein Einkommen von 2556,- € aus Honorararbeit. Naja allzuviel musste er nicht tun, er hat an drei Terminen seine Meinung kund getan, 9 Tage Pädagogisch und 6 Tage in der IT gearbeitet. Was auch immer das nun für Tätigkeiten gewesen sein mögen. Ich frage mich ob er der Agentur für Arbeit auch Geld zurückgezahlt hat. Wehe er hat's gespendet, denn für die Piratenpartei zahle ich sicherlich nicht in die Arbeitslosenversicherung ein...
Wie dem auch sei, die Aktion findet irgendwie nicht jeder gut. Zunächst mal die eigene Partei, die in einem offenen Brief kritisierte, dass Ponader sich persönliche Privilegien etablieren wolle und lieber von der Partei eine Aufwandsentschädigung erhalten solle, die er aber selbst als Politischer Geschäftsführer einleiten müsse.
Anonymous hat Ponader und damit der Piratenpartei ebenfalls die Freundschaft gekündigt. Diese bezeichneten Ponader als Arbeitsunwillig aus Bequemlichkeit und führten an, dass er mit solchen Aktionen die Arbeit anderer Piraten zunichte mache.
Klingt jetzt irgendwie nach einem überzogenen Konflikt einiger Leute, die sich einfach nicht riechen können. Ponader ist in erster Linie einmal ein Selbstdarsteller. Ihm geht es darum das umzusetzen, was er selbst will. Wenn man ihm dafür kein Gehalt zahlt, dann muss sich eben das System ändern. Deshalb ist er auch ein großer Verfechter des Bedingungslosen Grundeinkommens.
Ponader und das Grundeinkommen, das übrigens Parteiprogramm ist, sind aber auch gefährlich.
Die Piratenpartei ist zur Zeit eine Art Modepartei. Es ist Chic Pirat zu sein und die Großen Parteien das Fürchten zu lehren. Dass die Piratenpartei kein richtiges Konzept hat wird dabei zwar immer mal erwähnt aber scheint den Meisten nicht wichtig zu sein. Wenn man aber etwas am Goldlack kratzt kommen einige rostige Stellen zum Vorschein. Ein Programm haben sie mittlerweile. Wie gesagt Bedingungsloses Grundeinkommen ist ein Teil davon. Das Konzept ist nicht neu, es sagt, dass jeder Bürger Geld vom Staat bekommt. Immer und unter allen Umständen. Dafür fallen Sozialleistungen weg.
Die Piratenpartei hat dabei kein Konzept wie das umzusetzen wäre - das hat ja bisher noch nie jemand gehabt, denn so oft dieses Modell bereits diskutiert wurde, konnte es noch nie eingeführt werden. Einer der größten Kritikpunkte an der ganzen Geschichte ist nämlich immer: wo soll das Geld her kommen um jedem Bürger ein Grundeinkommen zu sichern und wie kann der Kreislauf des Geldes gesichert werden. Denn wenn man einmal ein wirklich gesichertes Grundeinkommen hat (Ponader nennt in dem Zusammenhang 1000,-€), dann ist zu befürchten dass es eine Explosion der Erwerbslosen gibt. Fakt bleibt bei jedem Modell, dass zunächst Arbeitsleistung von 1000€ von irgendjemandem erbracht werden müssen, bevor sie ein anderer erhalten kann. Aus dem nichts entsteht nun mal auch nichts.
Solche Modelle werden extrem selten von Volks- oder Betriebswirten erdacht oder befürwortet. Überhaupt ein gutes Stichwort, denn Betriebs- und Volkswirtschaft ist ohnehin nicht so das Ding der Piraten. Dafür kann die Piratenpartei unheimlich gut 7331 sprechen - eine Art Internet Slang den man kaum versteht - wie man in Talkshows erfahren hat. Außerdem möchte sie gerne das Urheberrecht reformieren. Allerdings in einer Art und Weise, die daran zweifeln lässt, dass mit Einführung dieses Systems noch ein professioneller Künstler sein Werk in Deutschland veröffentlichen möchte. Wollen sie auf der einen Seite lange etablierte Modelle übe den Haufen werfen, was an manchen Stellen sicherlich gut ist, so zwingen sie doch aber auf der anderen Seite allen ihre neuen Verkaufsmodelle auf.
Die Piratenpartei scheint die Maxime zu verfolgen ein umgekehrtes 1984 zu erreichen. Nur keine Überwachung, keine Einschränkung und alles allen zugänglich machen.
Es ist richtig, dass die etablierten deutschen Parteien einen hohen Nachholbedarf haben, was Internet, neue Medien und zukunftsorientierte Technologien angeht. Es ist aber auch eine Tatsache, dass die Piratenpartein außer auf diesen Gebieten selbst einen immensen Nachholbedarf hat. Vor allem wenn - überspitzt gesagt - in ihrer Führung ein Arbeitsfauler sitzt, der sich selbst ein Grundeinkommen sichern will, für das andere Aufkommen. Wenn die Piratenpartei nicht in der Lage ist aus ihren Parteifinanzen die eigene Parteiführung zu finanzieren sondern diese sich quasi noch vom Staat bezahlen lässt, dann hat sie den Ruf einer Hobbypartei bestehend aus Harz IV Empfängern wirklich verdient. Bliebe dann nur zu hoffen, dass die Partei auch wieder aus der Mode kommt.
Es ist wahrlich nicht alles schlecht, was die Piraten anstreben. Doch man darf nicht einfach "nur dagegen" sein und muss vor allem ihre Führung und das Programm kritisch betrachten.
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