Dienstag, 21. April 2015

69'er Corvette Coupé Teil 2

Ich habe Anfang des Jahres wieder etwas an dem Modell gearbeitet, eigentlich wollte ich es Ende Februar fertig bekommen, aber dann ist mir leider die Zeit aus gegangen. Letzte Woche konnte ich mich dann wieder etwas mehr dem Malen widmen, so dass ich nun einen zweiten Bericht hochladen kann.

Ich war ja bei der Innenwanne. Diese habe ich zunächst komplett in Grau grundiert, dann maskiert und den Rest schwarz gebrushed.
Die Armaturen und Sitze habe ich ebenfalls zusammengebaut und im gleichen Arbeitsgang schwarz gemacht. Danach war erst mal das Ausbessern der Maskierungsränder mit einem Pinsel angesagt. Das muss ich wohl noch etwas üben.
Die Sitze sollten eigentlich laut Anleitung so bleiben aber das war mir alles zu flach. Also habe ich sie zunächst mit Ink behandelt und so versucht dem Poster etwas mehr Tiefe zu geben.
Auf Fotos des Originalfahrzeugs ist sehr gut zu sehen, dass die Sitze außerdem mit einem weißen Faden vernäht sind und die Stiche als Akzent eingesetzt wurden. Da diese Naht auf den Sitzen eh zu sehen ist, habe ich sie versucht in weiß nachzuziehen.
In der Innenwanne sind hinten drei Klappen. Auch diese habe ich mit Ink nachgezogen, damit sie deutlicher hervor treten. Dann die Armaturen bemalt und alles zusammen geklebt.








Dann kam die Karosserie dran. Meine Mutter möchte den Wagen gerne in Rot haben. Ich hatte noch Ferrarirot Glänzend von Revell Air. Das ist vom Farbton her sehr schön. Von der Farbe selbst eine einziger Reinfall. Zunächst mal ist daran einfach nichts glänzend. Und dann ist die Farbe einfach zu dick und trocknet zu schnell. Trotz starker Verdünnung habe ich immer wieder Probleme mit der Airgun gehabt. Diese ist ständig verstopft wenn man auch nur mal 2 Sekunden aufgehört hat zu sprühen. Schon beim ersten Durchgang hat sie angefangen zu "spucken", so dass ich mit etwas feinem Schleifpapier ein wenig nachkorrigieren musste. War nicht so schlimm, ich wollte eh zwei Durchgänge machen. So sah es nach dem ersten aus:

Dann habe ich wieder zur Ink gegriffen und alle Fugen (Türen, Scheinwerfer, Dach etc.) schwarz gemacht. Allzu präzise muss man dabei nicht sein, was man ggf. zu viel malt, wird beim zweiten Sprühvorgang beseitigt. Das sah dann so aus:


Dann kam der zweite Durchgang, der mich fast in den Wahnsinn getrieben hat. Die Farbe ist eine einzige Katastrophe und ich habe drei mal zwischendurch die Airbrush zerlegt und gereinigt. Was ich auch festgestellt habe ist, dass die Fugen evtl etwas zu dunkel sind. Das sprühen mit der Gun nimmt diese kaum mit, so dass es reichlich schwarz ist. Aber die Fugen in so einem Zwischenschritt dunkler zu machen ist eine sehr gute Idee. Das nächste Mal nur etwas dünner. Hier das Ergebnis:



Als nächstes muss ich es in Hochglanz lackieren. Hierfür habe ich zwei Optionen. Einmal habe ich einen entsprechenden Sprühlack, der eigentlich für mein nächstes Projekt ist und für den das Modell etwas filigran sein könnte, denn man muss den auf jeden Fall polieren. Oder ich nehme Tamiya Klarlack. Das werde ich erst mal an einigen übrig gebliebenen Teilen testen.

Freitag, 27. Februar 2015

Wie man in der IT eine Hose kauft.

Ich wünschte manchmal die Leute würden die IT mal in Relation sehen zu etwas, das sie mit ihrem nicht technischen Verstand begreifen können.
Denen würde dann vielleicht mal auffallen, wie bescheuert sie sich verhalten. Mal als Beispiel wenn man stattdessen in einem Kaufhaus Bekleidung einkauft.

Verkäufer: Was kann ich für sie tun?
Kunde: Ich brauche ein neues Hemd. Es soll genau so sein wie das alte. Nur schöner und neu halt.
Verkäufer sucht ein Hemd heraus und gibt es dem Kunden. Am nächsten Tag ist der Kunde wieder da. Er hat das neue Hemd an und ist sehr wütend.
K: Was soll das? Wie soll ich denn mit dem Hemd so unter Leute? Das geht ja gar nicht?
V: Wo ist denn das Problem?
K: Na das geht so nicht!
V: Ja aber wo ist denn das Problem genau?
K: Na das sehen sie doch. Da! Es sieht scheiße aus!
V: Ah ich sehe es. Sie haben die Knopfleiste falsch herum zugeknöpft. Ich richte es Ihnen.
Verkäufer knöpft dem Kunden das Hemd korrekt zu.
K: Das nächste Mal wenn sie mir ein Hemd verkaufen sehen sie zu, dass es gleich richtig ist!
V: Ich kann Ihnen das Hemd nur mitgeben und gerne zeigen wie man es richtig knöpft.
K: Ich sagte: das nächste Mal machen sie es gleich richtig!!!
V: Selbstverständlich.

Anderes Beispiel:

V: Was kann ich für sie tun?
K: Ich brauche eine Hose.
V: Was für eine Hose soll es denn sein?
K: Ja eine mit zwei Beinen und nem Bund wo man einen Gürtel drum machen kann.
V: Ach so. Ja solche haben wir, haben sie genauere Vorstellungen?
K: Nein. Brauch ich ja auch nicht, ich hab ihnen doch alles gesagt was ich will.
Verkäufer kommt mit einer langen Jeans zurück.
K: Die passt mir aber gar nicht.
V: Welche Größe brauchen sie denn?
K: Eine die passt.
V: Ach so.
Verkäufer kommt mit 6 Jeans zurück um die Größe zu ermitteln. Kunde ist genervt weil das alles so lange dauert.
K: OK. Die passt jetzt. Aber mir gefällt die Farbe nicht.
V: Welche Farbe sagt ihnen denn zu?
K: Ist mir eigentlich egal. Nur die nicht!
V: Wie wäre denn schwarz? Das passt zu allem.
K: Ja mir doch egal.
Verkäufer kommt mir einer schwarzen Jeans zurück.
K: Ja die ist gut. Die nehme ich.
Kunde zahlt 70€. Am nächsten Tag kommt der Kunde wieder und will die Hose umtauschen.
V: Was stimmt denn mit der Hose nicht?
K: Das Material ist blöd. Ich will gar keine Jeans ich ich will eine Stoffhose.
Verkäufer gibt ihm eine Stoffhose
K: Prima die nehme ich.
V: Das macht 10€
K: Was?!?!
V: Die Stoffhosen kosten 80€.
K: Ja aber ich hab doch eine Hose verlangt und sie haben 70€ gesagt. Da können sie doch jetzt im Nachhinein nicht einfach 80€ haben wollen.
V: Ich tausche ihnen die Hose um aber die Differenz zwischen den Hosen müssen sie leider begleichen.
Kunde bezahlt zähneknirschend 10€. Kunde ist am nächsten Tag wieder da. Er ist sehr wütend.
V: Was stimmt denn nicht mit der Hose.
K: Ja mit der kann ich ja gar nicht schwimmen gehen. Ich habs versucht aber schauen sie mal wie die jetzt aus sieht.
V: Ja das sehe ich.
K: Außerdem kann ich mich im Wasser damit nicht richtig bewegen.
V: Ja das verstehe ich. Sie brachen eine kurze Hose. Am Besten eine Badehose.
K: Ja natürlich brauche ich die. Warum verkaufen sie mir denn nicht gleich eine??
V: Ich hole ihnen eine. Das macht dann 15€ für die Badehose.
K: Ne macht es nicht. Ich bekomme ja noch 80€ für die Stoffhose raus, da bekomme ich ja immer noch 65€ zurück.
V: Tut mir leid, aber ich kann die Hose so nicht mehr zurück nehmen.
K: Das ist doch pure Schikane und Geldmacherei. Nur weil sie mir nicht gleich die richtige Hose verkaufen wollten!!!
V: Selbstverständlich.

Freitag, 6. Februar 2015

69er Corvette Coupé

Meine Mutter hat sich ein Modell einer Corvette gewünscht. Sie fand sie als Kind und Jugendliche wohl immer ganz toll also habe ich den Bausatz einer 69er Corvette Coupé besorgt.
Autos sind zwar sehr schön als Modell aber ich habe damit immer ziemliche Schwierigkeiten. Wenn man die Bauanleitung nimmt, dann soll man immer jedes Teil erst mal einzeln bemalen und dann kleben. Das ist von der Malerei her schon sinnvoll, da man besser an die Einzelteile heran kommt allerdings kann man vollständig bemalte Teile nicht mehr mit Plastikkleber kleben, da dieser ja das Plastik anschmilzt und auf Farbe keine Wirkung entfaltet. Also bleibt nur Sekundenkleber. Ein weiteres Problem ist, dass ich gerne mit der Airbrush arbeite, da das Ergebnis einfach besser wird. Beim pinseln wird die Farbe doch recht dick und wirkt nicht ganz so homogen. Da man dann aber eine Unmasse an Teilen brushen muss, kann man entweder jedes Teil einzeln dann Brushen wenn man es braucht (und jedes mal die Airgun reinige - ein Heidenaufwand) oder ich müsste alle Teile vorher vom Stanzbogen trennen und bearbeiten (was man aber manchmal auch noch mal nach dem Kleben tun muss). Dann hätte ich allerdings keine Ahnung mehr welches Teil welche Nummer hat.
Ich habe also versucht eine Mischung aus beidem zu tun. Kleine Teile habe ich fast komplett bemalt. Einige habe ich vorher geklebt einige erst nach dem Malen. Größere habe ich mit der Airgun bearbeitet und ggf. hinterher einzelne Partien in anderen Farben mit dem Pinsle bemalt. Hier also der erste Teil der Arbeit. Als erstes mal den Arbeitsplatz vorbereiten.


Los geht es mit dem Motorblock. Dieser wird beim Original in der Regel in der Lackfarbe gestrichen. Meine Mutter möchte ein Rotes Auto, ich habe mich dennoch für ein kräftiges Orange entschieden, weil ich denke dass der Motor dadurch besser zur Geltung kommt.



Als nächstes kommt der Keilriemen und der Kühler sowie die Chrom Aufbauten. Ich hasse Chromteile. Liegt daran, dass man sie ebenfalls von Gussrahmen abschneiden muss und dann immer stellen hat, die nicht verchromt sind. Mit Farbe kann man das kaum ausgleichen, weil es nicht völlig sauber wird. Die Farbe des Keilriemens ist sehr gut, das ist eine spezielle Gummi Farbe von Tamiya.



Dann kamen die Stoßdämpfer, die ich mit der Airbrush grundiert habe. Akzente sind gemalt.


Weiter geht es mit dem Karosserieboden. Der ist wieder mit der Airbrush gemacht.



Nachdem der Motorblock samt Kurbelwelle und einiger weiterer Kleinteile eingebaut ist, geht es mit den Rädern weiter. Diese sind wieder mal Verchromt.




Dann kam ein toller Spaß, die Bemsen. Was sich Revell dabei gedacht hat, ist mit nicht ganz klar. Also Laut Anleitung sollen die Bremsscheiben in Metallic lackiert werden, die Bremsklötze Schwarz. Soweit so gut. Doch dann soll auf die Bremsscheiben ein Decal drauf. Dieses Decal ist an sich schon komplett silbern und bedeckt die gesamte Bremsscheibe, weshalb das Bemalen eigentlich schon mal Unfug ist. Aber: die Bremsscheibe hat eine sehr feine Struktur in die sich das Decal einfach nicht einfügen lässt - auch nicht mit Softener, der es weicher macht. So sieht das Decal aus (31-33):

Was tun? Eigentlich geht es ja nur um die Lüftungslöcher. Ich habe diese also mit einem sehr feinen Pinsel versucht selbst aufzumalen. Sieht einigermaßen aus, da es hinter den Felgen ist, sieht man es auch nicht allzu deutlich.


Als nächstes widme ich mich der Innenwanne in der die Sitze und Armaturen angebracht sind. Diese habe ich bereits grundlegend bemalt. Allerdings ist für mich dieser Teil mit am wichtigsten, denn hier kommen eine Menge Decals zum Einsatz und es gibt viele Akzente die man setzen kann und auch sollte. Revell scheint es zu reichen, wenn einfach alles schwarz ist und eins, zwei Chrom Applikationen betont werden. Reicht mir nicht. Es geht im zweiten Teil weiter, sobald ich entsprechende Fortschritte gemacht habe.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Der Fettsack ist weg

Ich möchte heute gerne von einem "Projekt" erzählen, das mir schon lange auf der Seele gelegen hat und das ich nun endlich umgesetzt habe.
Ich war als Kind schon immer sehr dünn. Man hat mich zur Kur geschickt und mir anderes Essen verordnet mit schlechtem Erfolg. Mit etwa 20 habe ich gerade einmal 64,5 Kilo auf die Waage gebracht. Ich war aber immer Topfit, habe viel Sport gemacht und auch reichlich zu mir genommen. Als ich dann mit Mitte 20 versucht habe, mit dem Rauchen aufzuhören, hat mir das 4 Kilo eingebracht, die ich auch nicht mehr los geworden bin - obwohl ich wieder angefangen habe. Als ich dann mit Ende 20 endgültig aufgehört habe zu rauchen, habe ich noch einmal etwa 8 Kilo zugenommen. Das Gewicht hielt sich beständig bei 76 Kg obwohl ich Zwischenzeitlich mal auf 72 runter kam. Ich habe vor allem am Bauch zugenommen und im Gesicht. In den letzten zwei Jahren ist es stetig mehr geworden, so dass ich zwischenzeitlich auf 81 Kilo kam. Laut meinem BMI bin ich damit übergewichtig. Glückwunsch.

Seit zwei Jahren mache ich regelmäßig Sport, spiele 2-3 mal die Woche Tischtennis aber ich habe dadurch nicht wirklich viel abgenommen (1,5 Kilo). Ich hab im Gegenteil immer gemerkt, dass ich schnell und stark schwitze und mich träge und schwerfällig fühle. Obwohl mich nie jemand als dick bezeichnet hat, war ich mit mir nicht zufrieden und als ich die 80 überschritten habe (auf der Waage) war nun endgültig genug. 38 Jahre bin ich alt und dachte, dass ich ein mal im Leben einen richtig gut aufgebauten Körper möchte.

Ich halte nicht viel davon, gleich raus zu posaunen, was man tut und die ganze Welt in Kenntnis zu setzen. Das mag für viele funktionieren, für mich nicht. Ich halte das genau so, wie ich damals mit den Zigaretten aufgehört habe. Dazu gehört für mich, dass ich selbst den Entschluss gefasst habe und ihn dann von Heute auf Morgen (nicht an einem bestimmten Tag) eisern durch ziehe.
Ich möchte nun einmal rückwirkend Beschreiben, was ich gemacht habe, was für mich funktioniert hat und was nicht. Vielleicht hilft es jemandem.

Ich habe also am 22.09.2014 bei 79,5 Kilo angefangen. Ich war so unzufrieden mit mir, dass ich nicht mal ein Foto von der Ausgangssituation gemacht habe. War mir echt peinlich. Rückwirkend bereue ich das etwas.
Wie macht man nun Diät? Ich hab keine Ahnung. Da gibt es so viele und alle versprechen noch viel mehr. Low Carb. High Carb. FdH. In jeder Woche nur bestimmte Dinge essen....

Das Meiste davon ist Mist. Abnehmen tut man in dem Moment, wenn man mehr Kalorien verbraucht als man zu sich nimmt. Diese ganzen "der Körper kann dies aber besonders gut verarbeiten" oder "wenn man dem Körper jenes entzieht blah blah". Das ist wissenschaftlich zwar sicherlich alles erwiesen, aber in welchem Umfang? Wie viel macht so etwas wirklich aus? Am Ende bleibt es doch bei den Kalorien und da ist man auch am Effektivsten. Aber die Art der Diät ist nicht mal das wichtigste. Was ist das Wichtigste?
Die eigene Einstellung!
Man muss es wollen. Man muss es wirklich wollen und darf nicht einen Millimeter abrücken. Wie fängt man an? Mit den drei Fragen: Was? Wann? und Wie viel?
Ich habe mir erst einmal angesehen was ich esse und wann. Zunächst einmal ist das Tags über gar nicht so viel. Frühstück und Mittagessen in der Innenstadt, wo ich arbeite. Abends zu Hause Brot und ein paar Süßigkeiten. Dann habe ich etwas genauer hin geschaut.
Eines der großen Probleme in unserer Überfluss-Gesellschaft ist, dass wir immer und überall Essen angeboten bekommen. Das ist das "wann ich esse". Nämlich immer, wenn ich Lust habe auf Essen. Nicht Hunger sondern Lust. 'Könnte was Süßes vertragen' und auf gehts zu Dunkin Donuts. Und dann nicht einen sondern gleich drei, weil die alle lecker sind und ich mich nicht festlegen kann. Und schon sind wir beim "was man isst". Es sind nämlich in fast allen unseren Lebensmitteln zu viel Fette und weißer Zucker enthalten. Vor allem in den fertig gekauften. Diese sollen ja besonders gut schmecken, denn der Kunde soll ja wieder kommen. Also wird hier nicht an ungesunden Geschmacksträgern und -verstärkern gespart.
Als letztes ist dann noch die Frage wie viel. Bis der Teller leer ist! So hat man es gelernt. Man will ja auch kein Essen weg werfen oder zurückgehen lassen. Dann fragt am Ende noch eine ob es nicht geschmeckt hat. Gekocht wird auch immer nach Augenmaß. Muss schon genug sein damit man satt wird. Und den kleinen Rest im Topf, ach den kann man dann auch noch schnell weg putzen.

Mein Ziel war, das umzustellen. Ich habe es recht einfach gehalten, und mich Weight Watchers angeschlossen. Keine Treffen, kein Austausch mit anderen, nur der Online Kalkulator. Man gibt sein Alter, Geschlecht und Gewicht ein und das Programm spuckt einen Punktewert aus, den man Täglich hat. Jede Mahlzeit kostet Punkte, zusätzlich gibt es ein Wochenextra und durch Aktivitäten verdient man sich ebenfalls etwas dazu. Die Punktewerte der Mahlzeiten sind für sehr viele Lebensmittel enthalten, für die anderen kann man sie anhand der Nährwertangaben ermitteln. Eigentlich ist das nicht viel anders als Kalorien zu zählen. Kann man auch mit ner x-beliebigen App. Aber es ist ganz gut gewesen, dass das ein Abo war. (Die App von WW selbst funktioniert allerdings manchmal nicht sauber).
Ich habe mir von WW auch gleich noch zwei Kochbücher gekauft. Das kann ich aber nicht empfehlen, doch dazu später mehr.

Als erstes musste ich die Häufigkeit umstellen: Frühstück, Snack, Mittagessen, Snack, Abendessen, Snack. Das ist öfter als vorher. Das soll es auch. Snacks sind Obst oder fettarmer Joghurt. Wobei ich meistens Bananen und Birnen gegessen habe. Ungesüßter Joghurt ist nicht mein Ding.

Frühstück: Ich habe aufgehört beim Bäcker Stückchen zu kaufen und mir lieber ein Müsli mitgebracht. Fettarme Milch haben wir im Büro. Das Müsli ist nicht mal das gesündeste (Vitalis - fällt eher unter die Kategorie 'falscher Freund', aber schmeckt), aber es ist wesentlich besser als jedes Plunder Stückchen. Vor dem Mittagessen gibt es Obst.

Mittagessen: Das ist wirklich nicht einfach in der Stadt wo man fast nur schnelles Essen bekommt. Selbiges ist nämlich nicht gerade bekömmlich. Von allem was frittiert ist, muss man die Finger lassen. Keine Pommes! (Ich brauch die eigentlich eh nicht unbedingt). Ich habe viel Salate mit Hähnchenstreifen gegessen (Geflügel ist immer gut). (Subway-) Sandwiches sind ebenfalls sehr zu empfehlen. Generell alles, was gedünstet oder gegart ist. Kartoffeln oder Reis als Beilage geht auch. Wichtig ist auch, die Portionen richtig zu bemessen. In der Regel wird einem immer zu viel auf getan.
Das Kochen zu Hause habe ich auch um gestellt. Zuerst habe ich versucht mich an die Weight Watchers Kochbücher zu halten. Kann man vergessen. Das Meiste Zeug schmeckt einfach total fade und eklig. Da wird mit 0,1% Frischkäse gekocht. Das ist einfach Mist und macht keinen Spaß.
Besser man nimmt einen Brühwürfel für alles was Soße werden soll als Basis und haut Cremefin dazu (sogar die 7% schmeckt da recht gut und ist allemal besser als der Frischkäse). Und würzen! Alles, alles, alles stark würzen. Je weniger Fett an den Sachen dran ist, desto geringer ist der "Geschmacksträger". Es eignen sich da hervorragen fertige Bio Gewürzmischungen: http://www.amazon.de/dp/B0057CW01S/ref=wl_it_dp_o_pC_S_ttl?_encoding=UTF8&colid=3MB6PPWCPBPDG&coliid=IFE8A3T7A6626
Für alles was Mediterran werden soll, 1-2 tl dazu geben und mit kochen. Von der Sorte gibt es jede Menge. Auch gut sind leichte scharf Macher. Auch die Zutaten sind sehr wichtig. Das Geld was man spart (nicht mehr so viel Süßigkeiten, nicht mehr so viel), sollte man in hochwertige Lebensmittel investieren. Es schmeckt einfach besser.
Wichtig ist auch, dass man die Portionsgröße beachtet. 50g Nudeln sind genug. Vorher abwiegen und nicht einfach nach Augenmaß alles in die Pfanne hauen. Man isst zu oft einfach das, was da ist. Am Ende war ich meistens genau so satt wie sonst auch. Aber halt nie vollgestopft.
Als Abendbrot hat sich bei mir mittlerweile Eiweisbrot durchgesetzt. Sehr lecker, hat viele Nährstoffe und ist gut sättigend. Dazu Butter und Aufschnitt. Obwohl ich verstärkt auf Geflügel und Schinken setze, lasse ich aber weder Fleischsalat noch Salami gänzlich aus. Dazu gibt es immer Tomaten und Gurken. Der Kühlschrank ist auch nicht übervoll mit irgendwelchen Sachen sondern nur mit der Menge die ausreicht und ein paar wenige Reserven. Dafür sind die Sachen, die Quasi nicht auf die Linie schlagen (Tomaten, Gurken, Obst) immer reichhaltig vorhanden.

Ich muss aber auch zugeben, dass in den ersten drei Wochen ein gewisses nagendes Hungergefühl omnipräsent war. Das kam teilweise daher, dass ich die Portionsgrößen drastisch reduziert habe, teilweise, weil ich einfach Lust auf Schokolade oder Kekse hatte (das war ein ähnliches Suchtgefühl wie damals mit den Zigaretten).
Süßigkeiten gab es kaum. Keine Schokolade und keine Chips. Allenfalls 2-3 schwedische Haferkekse (sehr lecker). Ich habe das Wochenextra fast gar nicht angefasst sondern bin jeden Tag mit den Tagespunkten hin gekommen.

Was ebenfalls umgestellt werden musste, ist das Trinken: Keine Cola, Fanta oder Punica Säfte mehr. Tee, Wasser und Volvic mit etwas Geschmack. Es ist erstaunlich wie viel Kalorien man mit solchen Getränken allein zu sich nimmt.

Was noch sein sollte ist Sport. Ich habe 2 mal die Woche Tischtennis gespielt und 3 mal die Woche Fitness gemacht, was aus 40 Minuten Fahrrad und etwas Krafttraining bestand. Ich habe das Glück dass ich Platz in meinem Keller habe, das erspart das Fitnessstudio.

In der ersten Woche ist fast gar nichts passiert aber dann ging es irgendwie Schlag auf Schlag. Beinahe jede Woche waren es 900g die ich verloren habe. Hin und wieder gab es auch einmal Wochen in denen nichts passiert ist, aber da darf man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Ich mag das eigentlich nicht gerne, Bilder von mir so zu zeigen, aber ich möchte gerne einmal zeigen, was man in 12 Wochen erreichen kann. Diese beiden Bilder sind am 20.10 beim Stand von -3kg entstanden. Da ist schon ordentlich was weg gewesen und ein Fortschritt deutlich zu sehen:






Diese beiden am 02.12. Also kurz vor Ende, da waren insgesamt 9 Kilo runter.











 Am 15.12. habe ich mit 68 Kilo mein unterstes Ziel erreicht 11,5 Kilo. Dann hieß es zu versuchen ein "normales" Essverhalten zu trainieren und genügend Kohlehydrate und Eiweiß zu mir zu nehmen, damit ich wieder zulegen kann. Ich bin mit mir jetzt sehr zufrieden doch ich möchte noch etwas Muskulatur aufbauen. Vor allem an den Armen.






Das ist der Stand gegen Ende der Diät bei 69 Kg.:






Doch dann wurde es wirklich problematisch. Ich habe über Weihnachten eine schwere Grippe mit Fieber bekommen. Schlucken ging fast gar nicht ging. Reden auch nicht. Trainieren 3 Wochen lang ebenfalls nicht. Auf 65 Kilo bin ich unfreiwillig herunter gesackt. Einen Stand den ich seitdem ich 20 war nicht mehr hatte. Und das sah auch nicht mehr gut aus (außer am Bauch, besser definiert kann das Six Pack nicht aussehen ... aber der Rest....). Mein Körper hatte rapide abgebaut. Die letzten Fettreserven und auch Muskulatur wurden aufgebraucht.
Seitdem versuche ich wieder zu zu nehmen, was sich schwieriger gestaltet als ich dachte. Ich esse weiterhin nur sehr wenig Süßigkeiten (nachdem ich die ganzen Weihnachtsmänner verputzt habe) und vor allem auch der Inhalt der anderen Mahlzeiten ist gleich geblieben, also vor allem ausgewogen und gesund. Doch obwohl ich noch Eiweisshakes trinke, baut sich das Gewicht nur sehr langsam auf. Nachdem ich die Grippe jetzt seit einer guten Woche wieder los bin sind es noch immer kaum 67 Kilo. Das nächste Ziel sind 70 um dabei dann Muskulatur aufzubauen. Ich konnte bis jetzt erst zwei mal wieder trainieren weil die Grippe doch ziemlich heftig war. Vor allem Kardio und an die Belastungsgrenze zu gehen ging gar nicht. Und die Kraftausbeute ist frustrierender weise wieder wie vor 2-3 Monaten. Aber es geht voran. Das war der Stand nach dem letzten Training.


Insgesamt war das eine fast 4 Monatige Schufterei. Nicht nur, dass ich mich jeden zweiten Tag mit Fitness abgequält habe (Ballsport mag ich gerne aber stumpfes wiederholen ist gar nicht meins) auch das Umstellen beim Essen hat viel Willenskraft gekostet. Aber die positiven Effekte sind nicht zu übersehen. Hier mal ein paar davon:

- Beim Tischtennis spielen schwitze ich wesentlich weniger, erst wesentlich später und ich bin schneller.
- Wenn Leute ankommen und sagen: "Servus, wir haben uns ja schon ewig - SAG MAL HAST DU ABGENOMMEN???" ist das ein geniales Gefühl.
- Man lernt eine Menge Selbstdisziplin.
- Man entwickelt ein wesentlich besseres Selbstwertgefühl und ein super Körperbewusstsein.
- Ich fühle mich so fit wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Abgesehen davon natürlich, dass ich eine Menge neuer Klamotten kaufen gegangen bin. Shirts und Pullover Größe S. Hosen von 34-36 auf 30.

Meine größte Motivation ist folgender Spruch:
Ein durchtrainierter Körper ist ein Statussymbol. Er spiegelt wieder, dass du hart dafür gearbeitet hast. Man kann ihn nicht mit Geld kaufen, ihn nicht ausleihen, man kann ihn nicht erben und nicht stehlen. Er zeigt Disziplin, Selbstachtung, Geduld, Arbeitsmoral und Leidenschaft.

Dienstag, 20. Januar 2015

Falsches Coaching beim TT

Ich muss mich aus aktuellem Anlass einmal einem Thema widmen, das mir in den letzten Wochen sehr stark aufgefallen ist. Das Coachen beim Tischtennis.

Ich trainiere seit einem Jahr mit einem Profi der mal unter den Top 100 stand. Ich habe in diesem Jahr sehr viel gelernt an Technik und Spielzügen, was mich enorm weiter gebracht hat. Was mir fehlt ist noch massenhaft Erfahrung, deshalb verliere ich auch noch viele Spiele, obwohl ich technisch mittlerweile ganz gut bin.

Was mir in den Spielen immer wieder auffällt ist das Coaching. Ich selbst nehme nämlich fast keines mehr an und ich habe am Wochenende mit zwei anderen Spielern ein sehr interessantes Gespräch dazu geführt.
Beides seit kurzem ehemalige Mannschaftskollegen (ich habe am 1.1. vorübergehend den Verein gewechselt). Einer davon ist ein Abwehrspieler mit sehr langer Erfahrung, der ebenfalls kein Coaching will. Der andere ein Spieler der im Training sehr offensiv spielt, in den Punktspielen aber absolut defensiv und viel Coaching annimmt.

Mir ist dieser Wechsel in der Spielweise extrem aufgefallen und ich habe meinen Mannschaftskollegen darauf angesprochen, dass er eigentlich entweder das Abwehrspiel trainieren muss oder aber endlich sein Offensivspiel in die Punktspiele einbringen. Nur so entwickelt er sich ab einem gewissen Punkt weiter.
Bei ihm läuft meiner Ansicht nach das gleiche falsch, wie ich häufig beim gegenseitigen Coaching in den untersten Klassen finde. Man soll sein Spiel ändern und dem Gegner anpassen. Und im zweifel hilft immer eine defensive Spielweise.

Das ist für meine Begriffe häufig falsch. Man trainiert eine Bestimmte Technik und Strategie. Diese vollständig aufzugeben um ein anderes Spiel zu machen, macht einen nur selten besser. Was angepasst werden muss, ist die Strategie und Technik, nicht das System. Ich will das einmal an einem Beispiel erläutern.

Ich bin ein Offensivspieler. Ich suche aktiv den Punkt, spiele aber auch mit viel Rotation. Ich kann den Ball beim schupfen einigermaßen halten, aber nach 2-3 Ballwechseln ziehe ich an.
Ich spiele in diesem Beispiel gegen einen Allround Spieler, der wenig Rotation zurück bringt und auf der Rückhand einen starken Schuss hat.
Viele meiner angezogenen Bälle gehen über die Platte oder landen im Netz, ich verliere den ersten Satz. Von der technischen Seite her müsste ich den Gegner aber eigentlich beherrschen.

Falsches Coaching (und leider das was ich sehr oft erlebt habe) wäre nun zu sagen, ich solle das Angriffsspiel vermeiden. Ich solle auf die Vorhand schupfen, mich zurück halten und nur sichere Bälle angreifen. Auf der Rückhand solle ich ebenfalls nur schupfen, damit der Gegner seinen Schuss nicht einsetzen kann.

Richtiges Coaching (für meine Begriffe) wäre zu sagen, dass meine Rotation nicht stimmt und ich die Rotation des gegnerischen Balls falsch einschätze. Ich müsse mehr eigene Rotation hinein bringen, den Ball etwas mehr führen und mit weniger Geschwindigkeit auf die Platte bringen. Außerdem solle ich die Vorhand angreifen.

Was ist der Unterschied?
Im ersten Fall soll die eigene Strategie, nämlich den Punkt aktiv zu suchen und das eigene Rotationsspiel zu forcieren, aufgegeben werden um ein defensiveres Spiel zu machen. Das Spiel trainiere ich aber nicht sehr ausgiebig. Ich habe keine große Strategie für so ein System. Ich könnte hier nur punkten, wenn der Gegner mit dieser Spielweise ein Problem hat.

Beim zweiten Beispiel wird nach der Ursache gesucht, warum das eigene Spiel nicht greift und die Punkte vergeben werden. Diese Fehler werden korrigiert und das eigene Spiel bleibt erhalten.

Man muss sich dabei einmal vergegenwärtigen, was die Umstellung des Spiel bedeutet, vor allem, wenn man solche Anweisungen ggf. noch nach einem weiteren verlorenen Satz bekommt. Die Strategie ist dann nämlich, zu schauen, ob man selbst eine Spielweise findet, mit der der Gegner größere Probleme hat als man selbst. Das kann eigentlich nur für einen wirklich versierten Allround Spieler funktionieren. Die Meisten Spieler haben aber eine bestimmte Spielweise, die sie gerne und viel Trainieren. Diese beizubehalten und so anzupassen, dass man sie dem Gegner aufzwingen kann, das ist das, was ein gutes Coaching aus macht.

Fazit des Gesprächs mit den beiden ehemaligen Mannschaftskollegen war übrigens, dass der Angriffsspieler versuchen will mehr anzugreifen und der Abwehrspieler aus exakt den gleichen Gründen wie ich seit Jahren bereits kein Coaching mehr will.

Montag, 27. Oktober 2014

"Sofort Commander!" - Voiceattack

Ich habe am Freitag die besten 8$ dieses Jahres ausgegeben. Ich habe mir ein Programm gekauft, das Voiceattack heißt.

Windows 8 (wie auch 7, Vista und sogar schon XP) hat eine Spracherkennung und einen Vorlesemodus (Text to Speech). Diesen kann man aktivieren um bspw. sein Windows zu bedienen. Für Personen mit einem Handycap ist das eine feine Sache. Aber bevor ich "Anwedung wechseln" und irgendeine Nummer gesagt habe für die jeweilige Anwendung hab ich schneller auf ALT+TAB gedrückt. Wozu also? Texte kann man damit auch diktieren. Dazu muss man aber die Spracherkennung wirklich lange Zeit an die eigene Stimme gewöhnen. Es gibt auch Programme wie Dragon von Nuance, die das besser machen, als das Windows interne. Wenn man die Spracherkennung unter Windows trainiert (einen vordefinierten Text vorliest, am Besten 2-3 mal), dann funktioniert diese allerdings zumindest in so weit erstaunlich gut, wenn es um einzelne Wörter und kurze, klare Sätze geht.

Ich spiele ja immer verschiedene Spiele parallel, je nachdem auf was ich gerade Lust habe. Vor allem spiele ich auch immer mal verschiedene Spiele des gleichen Genres. Also bspw. Autorennen. Da muss ich dann immer erst mal in die Konfiguration rein, um alle Knöpfe so zu belegen, wie ich das gewohnt bin. Bringt den Nachteil, dass nicht immer alles frei konfigurierbar ist und vor allem, dass nicht alle Spiele natürlich 100% die gleichen Funktionen haben.

Voiceattack ist ein kleines Programm, das sich der Windows Spracherkennung bedient. Es verwendet die Spracherkennung ohne sie jedoch allgemein zu starten. Man kann also in sein Micro (ein gutes ohne viel Nebengeräusche sollte es schon sein) verwendet und Wörter oder Sätze sprechen und in Voiceattack wird angezeigt, was man gesagt hat (oder zumindest was Windows verstanden hat). Und jetzt kommts: Voice Attack kann Kommandos abspeichern und diesen Aktionen zuweisen.

Beispiel: Ich spiele zur Zeit Elite Dangerous in der Beta. Den Flieger zu kontrollieren erfordert eine Menge Tastendrückerei neben dem Joystick mit Schubregler, den ich schon bediene. Das ist vor allem in einem Gefecht nicht gerade prickelnd, wenn man auf der Tastatur was suchen muss und dafür die Steuerung loslassen muss. Es gibt beispielsweise verschiedene Befehle für das nächste Ziel avisieren und den nächsten Feind anvisieren. In Voiceattack kann ich nun das Kommando "Feind" eingeben und diesem die Taste "h" zuweisen. Sage ich nun im Gefecht "Feind" wird der nächste Feind anvisiert.  Außerdem können einem Macro mehrere Befehle zugewiesen werden. Es ist dann also egal ob man bspw. "Fahrwerk" oder "Fahrgestell" sagt.

Doch Voice Attack kann noch mehr. Es kann ganze Macros ausführen und verketten. Es kann die Maus bewegen, die Kommandos an unterschiedliche Prozesse schicken und auf das Text-to-Speech Feature zugreifen. Man kann dadurch den Computer ein Feedback geben lassen, Wie wirkt sich das aus?

Ich: "Fahrwerk"
Voiceattack: Drückt Einfg und nutzt Text-to-Speech um als Adio Feedback "Fahrwerk aktiviert" zu sagen.

Ich: "Nächstes Lied"
VA: Greift auf den Amazon Player Prozess zu und sendet "n" um den nächsten Song zu spielen.

Voiceattack ist Profilfähig, so dass man für jedes Spiel ein eigenes Profil erstellen kann. Dadurch ist es nicht mehr nötig, sich jedes mal die Tastenkombinationen anzusehen sondern egal welches Spiel, wenn ich "Fahrwerk" sage wird die Taste dafür gedrückt ohne, dass ich mir merken müsste ob das "L", "G", oder "EINFG" ist.

Wenn man das Audiofeedback über Voice-to-Speech nutzt kann man sogar kleine (sinnlose) Dialoge mit dem eigenen Computer führen. Man kann auch statt Voice-to-Speech wav Files verwendet so dass man Töne oder anderweitig eingesprochene Texte verwendet. Könnte dann so etwas ergeben:

Ich: "Computer"
VA: "Ja Commander"

Ich "Da ist ein Asteroidenfeld"
VA: "Sir, die Chancen unbeschadet durch ein Asteroidenfeld zu manövrieren stehen etwa 3720 zu 1"

Ich "Danke"
VA "Gerne Commander"

Voice Attack lässt sich auch mit Voicechat Programmen gleichzeitig nutzen. Damit dabei nicht ungewollt befehle ausgeführt werden, stellt man für bspw. Teamspeak das Push to Talk Feature ein und setzt in den Voiceattack Einstellungen die Gleiche Taste für das Unterbrechen der Sprachanalyse. So Hört VA also nicht zu, während man in TS spricht und es kommt nicht zu nicht gewollten Befehlen.

Wer Voiceattack testen möchte (und das sollte man um festzustellen ob es bei einem selbst auch so gut funktioniert) kann dies für 21 Tage tun. Man ist in dieser Zeit auf ein Profil und 20 Befehle beschränkt. Ansonsten sind es nur 8$ für die Vollversion. Die Kritiken zu dem Programm sind sehr positiv und auf youtube findet man viele Beispiele. Ach und je nachdem wie man die Windows Spracherkennung einstellt, kann man Deutsch oder Englisch sprechen.

http://www.voiceattack.com/

Mittwoch, 2. Juli 2014

Wohnzimmerwand

Wir haben uns eine neue Wohnzimmerwand bestellt. Die alte war echt zu klein. Wenn man einen für heutige Verhältnisse vernünfig großen Fernseher hat, dann stellt man fest, dass der nicht in eine ältere Wand rein passt. Auch die ganzen Konsolen die man heute besitzt müssen ja irgendwo hin. PS3, PS4, Xbox, Wii, Sat-Receiver, 7.1 Receiver, BD Player. Welcher Möbelhersteller ist eigentlich so bescheuert, nur ein einziges winziges Fach für sowas vorzusehen. Wir haben also so ein TV Board bestellt, einen Schrank, eine Vitrine und zwei Regale. Hab mir Urlaub genommen, weil die irgendwann zwischen 7 und 11 liefern wollten. Die wollten 200 Euro für's aufbauen. Hah. Ich bin doch Handwerklich total begabt, das Geld kann ich mir sparen, hab ja eh an dem Tag dann Urlaub.

08:15
Lieferant ist da. Laufen dauernd in mein Wohnzimmer um da kleine Pakete abzuladen. Versuche denen begreiflich zu machen, dass ich Schränke erwarte und sie nicht ihren LKW bei mir ausladen können damit sie Feierabend machen können. Mir wird versichert, dass das meine Schränke sind.

08:20
Wundere mich ob wir wirklich nur einen Schrank, eine Vitrine und das TV Board bestellt haben. Was sind das alles für Pakete?

08:50
Habe das System endlich verstanden. Man konnte aussuchen bei Rahmen und Türen/Schubladen zwischen zwei Hölzern und Lack. Das wird dann jeweils zusammengestellt. Deshalb Lauter Pakete mit der Aufschrift 1 von 2. Ich bin voll das Brain. Ich find bestimmt noch raus, wofür die Pakete sind auf denen nix steht.

09:00
Lauter Türen gefunden. Habe keine Ahnung welche Tür wir für welchen Schrank ausgesucht haben. Frau nicht erreichbar.

09:10
Fange an zu schrauben. Bin voll motiviert. Will um 12 fertig sein.

09:15
Da fehlen Teile. Alles Scheiße.

09:20
Was fehlt sind die Regalbretter und die sind aus irgendeinem Grund separat verpackt und nicht Nummeriert. Zu viele Packungen Aaaaarrrggghhh.

09:30
Habe laut Anleitung Schrauben in drei Bretter gedreht. Stolz wie Oscar. Überlege ob ich mir eine Pause verdient habe. Sehe dass dies Schritt 1 von 25 vom ersten von drei Schränken war. Weine leise vor mich hin.

09:50
Schrank hat jetzt eine Viereckige Form. Habe noch immer keine Ahnung welche Tür davor gehört.

09:55
Habe auch keine Ahnung welche Richtung die Türanschläge bekommen sollen. Beschließe Schrank ist damit fertig. Habe ein gutes Gefühl. Gehe Frühstücken.

10:00
Esse ein Brot. Sehe aus wie Sau. Fühle mich wie ein richtiger Handwerker.

10:10
Beschließe als nächstes die TV Bank aufzubauen. Hat keine Türen und Anschläge. Habe Hoffnung.

10:15
Bin schon mit Schritt 1 überfordert. Soll ich Schienen wirklich in Löcher kloppen?? Im Radio läuft Ugly Kid Joey. Singe aus voller Inbrunst mit "I hate everything about you!"

10:20
Der Kater ist da und völlig verwirrt, was die Unordnung soll. Was will er von mir? Ich bin noch viel verwirrter.

10:25
Der Kater ist verschwunden. Schläft bestimmt irgendwo. Halte das für eine gute Idee. Der Kater ist schlauer als ich. Weine weiter vor mich hin.

10:30
Suche verzweifelt nach Teilen.

10:35
Die Suche nach Teilen wurde ausgesetzt. Suchen geht mit richtiger Playliste bestimmt besser.

11:00
Playliste erstellt.

11:10
Bin bereit die nicht auffindbaren Teile selbst zu sägen. Überlege ob einer der Nachbarn ne Buche im Garten hat.

11:15
Überspringe einfach alle Teile, die ich nicht finde. Bin zufrieden was zum schrauben zu haben. Egal was.

11:17
Mir sind die Teile die ich überspringen kann aus gegangen.

11:18
Bestellschein gefunden. Vergleiche ihn mit der Lieferung. Finde weitere zugehörige Pakete. Unbändige Freude, jetzt geht alles auf.

11:20
Nein, geht es nicht. Jetzt habe ich einfach nur mehr Teile von denen ich nicht weiß, wo sie hin gehören.

11:25
Wäge den Aufwand ab, alles auseinander zu schrauben und zurück zu schicken oder einfach im Garten zu verbrennen.

11:30
Habe ein Teil gefunden. Soll Nummer 88 sein. Hat Nummer 55. Total logisch. Mache es jetzt wie ein 5 Jähriger und gehe nur nach Bildern vor.

11:45
Laut Zeitplan müsste ich in 15 Minuten fertig sein. Der Kater hat die Nase voll und geht. Überlege ihn zu fragen ob ich mitkommen kann. Bleibe da und verlängere meinen Zeitplan auf 14 Uhr.

12:15
Ein vorgebohrtes Loch passt nicht. Greife zum Bohrer und mache mir mit irrem Lachen passende Löcher *harharhar*

13:20
Der Nachbar war da. Halber Algerer. Algerier? Algerianer!? So'n Typ mit Bart halt. War keine Hilfe. Findet das Werkzeug und meine PS4 cool, baut aber keinen Schrank auf. Schicke ihn mit einem 2:1 nach Hause.

13:40
Die Schubladen des TV Boards müssen geleimt werden. Mach die erste Tube auf. Lerne, dass man sie erst Schütteln sollte. Beseitige die Sauerei und mache die zweite Tube auf.

14:00
Habe die Schubladen fertig und damit das ganze TV Board. Sehe auf die Uhr. Rede mir ein bis 14 Uhr nur das Board fertig gehabt haben zu wollen. Bin im Plan. Überlege ob ich den Fernseher auf das Board stellen sollte und eine Pause verdient habe.

14:10
Habe die restlichen Teile der Vitrine zugeordnet. Glas ist scheiße schwer.

14:15
Die Frau ist da und erklärt die Türen und die Anschläge. Endlich jemand der hier einen Plan hat. Erzähle wie locker und gemütlich ich das alles bisher geschafft habe.

14:45
Die Vitrine sieht jetzt aus wie der Schrank - wie ein Rohbau halt. Fange an die Blenden mit den Türanschlägen zu versehen und fest zu schrauben.

16:15
Blenden sind scheiße.

16:45
Der Schrank ist fertig. Behaupte immer noch voll im Zeitplan zu sein.

18:00
Die Vitrine steht auch. Beschließe, dass ich ein Bier brauche. Die letzten Biere hatte ich gestern mit zu dem Nachbarn genommen, da müssten noch welche übrig sein.

18:05
Bier gefunden. Stand im Flur und ist lauwarm. Das ist doch wieder der Algerier dran Schuld. Was muss das mit dem auch immer so spät werden, dass ich das Bier nicht wieder in den Kühlschrank stelle.

18:30
Vitrine mit LED's versehen. Das Bier ist immer noch warm. Sehe die Regale an, die noch fehlen und überlege ob sie wohl jemand vermissen würde. Beschließe dass ich für 200€ heute genug gearbeitet habe.